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Abteilung für Provinzialrömische Archäologie

Fachbeschreibung 

Kaiserthermen Trier

Die Provinzialrömische Archäologie (Archaeology of the Roman Provinces, Archéologie gallo-romaine, Archaelogia delle Province Romane) erforscht den ersten historischen Zeitabschnitt auf denjenigen Gebieten, die als staatliche Verwaltungseinheiten (Provinzen) dem Imperium Romanum angehörten oder in dessen peripheren Machtbereich fielen, und in denen sich in Folge einheimisch/römische Provinzkulturen entwickelt haben. Auf die einheimischen Bevölkerungskomponenten Bezug nehmend, wurden von den späteren Nationalstaaten innerhalb der jeweiligen Landesarchäologie oder Archéologie Nationale Schwerpunkte gebildet wie die Romano-British Archaeology oder die Römisch-Germanische Forschung.

Territorial umfasst das Forschungsgebiet der Provinzialrömischen Archäologie die Randzonen rund um die antike Mittelmeerwelt und reicht von Britannia bis Aegyptus und Hispania bis zur Krim. Der Zeitrahmen reicht von der Entstehung der ersten römischen Provinz in Sizilien (241 v. Chr.) bis zum Ende des Weströmischen Reiches (476 n. Chr.). Innerhalb dieser Zeitspanne kennzeichnen den Provinzbestand regelhaft eigene Eckdaten wie z.B. die fünf Provinzgründungen auf deutschem Boden, die unterschiedlich beginnen: Gallia Belgica 58 v. Chr., Raetia und Noricum 14/18 n. Chr., Germania superior und inferior 85 n. Chr. und spätestens 476 n. Chr. enden. Der direkten Verwaltung war allen Gebieten eine Periode der römischen Einflussnahme (Handel) bzw. Kontakte (Vertragsverhältnisse) vorausgegangen.

Weiterführende Links:

Freiburger Studien zur Archäologie und visuellen Kultur

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